Ohne Frage bietet das Ecosystem von WordPress jede Menge Plugins mit denen Du Deine Seite aufwerten und neue Funktionen einbauen kannst. Aber welche davon machen wirklich Sinn und helfen Dir dabei, deine Website selbst zu pflegen?

In dieser Liste verzichte auf “gewöhnliche” Plugins wie SEO oder Pagebuilder – es geht mir vielmehr drum, einen Blick auf Plugins zu werfen, die meine Arbeit mit WordPress deutlich verbessert haben – als kleiner Helfer, der viel Arbeit erspart und meine Nerven schont.

Custom Color Palette for Gutenberg

Falls Du WordPress intensiv mit Gutenberg nutzt und pflegst, wirst Du irgendwann die Auswahl Deiner Farben satthaben. Lösungen wie den Farbwert irgendwo auf einen Zettel zu schreiben oder in einer Notiz bereit zu halten (fertig zum raus kopieren) – das alles macht an sich keinen Spaß, vor allem weil meistens im Editor Farben gezeigt werden, mit denen man nicht einfach so etwas anfangen kann.

Genau dafür ist dieses Plugin gedacht, nachdem es Dir im Customizer die Möglichkeit gibt, Farben zu setzen, auf die Du später zurückgreifen kannst – in jedem Block an jeder Stelle.

Für mich ist dieses Plugin, falls eine WordPress-Seite auf Gutenberg basiert, eine echte Erleichterung und schont meine Nerven bei jeder Farbauswahl.

Übrigens funktioniert das Plugin auch mit anderen Blöcken, in meinem Fall super mit “Stackable” – aber soweit ich das im Kopf habe – auch mit “Ultimate Blocks for Gutenberg” der Brainstorm Force.

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Self-Hosted Google Fonts

Dieses Plugin ermöglicht es Dir, Google Fonts auf der Website zu verwenden, ohne sie direkt von Google laden zu müssen.

Speziell für die DSGVO ist das also eine riesige Erleichterung, wenn es um die Nutzung von externen Inhalten kommt. Das Plugin greift alle Aufrufe zu Google Fonts ab und ruft die Dateien einmalig ab, um sie auf Deinem Server zu speichern. Die in einem temporären Ordner abgelegten Schriften werden also von Deiner Website ausgeliefert und nicht mehr von Google abgerufen.

Das Ganze passiert im Hintergrund und geht übergreifend für Customizer und Plugins (wie z. B. Pagebuilder). Soweit ich das überprüfen konnte, ist bei mir nach dem Einsatz des Plugins kein Aufruf mehr an Google gegangen, um Schriften zu laden.

Falls Du Deine Website umziehst, ein Backup einspielst oder sonstige Änderungen machst, ist es gut, den Cache der Schriften zu leeren – andernfalls sind die Dateien eventuell nicht mehr da und das Plugin lädt auch nichts von Google nach. Das ist dann der Punkt, an dem nicht mehr Deine gewünschte Schrift sichtbar ist.

Nachteil ist, dass dieses Plugin lange nicht mehr gepflegt wurde und für die neueren Versionen „nicht getestet“ wurde – was im schlimmsten Fall dazu führt, dass es irgendwann nicht mehr geht. Stand heute (Januar 2021) ist aber, dass es wunderbar seinen Dienst verrichtet und tut, was es soll.

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Statify

Das Plugin ermöglicht Dir, dass Du Besucherzahlen und am meisten aufgerufene Seiten sehen kannst – ohne einen externen Dienst wie Google Analytics oder Matomo (ehemals Piwik) einzusetzen.

Die Basis-Version ermöglicht Dir eine einfache Ansicht der Zugriffszahlen – allerdings kann die Auswertung auch erweitert werden, indem man ein Zusatz installiert. Damit werden ein paar mehr Details gezeigt – die, wie ich zugeben muss, allerdings auch nicht weltbewegend sind. Probier es aber trotzdem gerne mal aus, das zweite Plugin dazu heißt „Statify – Extended Evaluation“.

Auch wenn Du Dienste wie Google Analytics oder Matomo nutzt, stellt das Plugin in meinen Augen einen Mehrwert dar, nachdem Du – aufgrund der DSGVO – wahrscheinlich ein Cookie Manager eingebaut hast und so die Zugriffszahlen in dem jeweiligen Dienst nicht vollständig gezeigt werden.

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Automatic Domain Changer

Dieses Plugin ist nur nötig, wenn Du Deine WordPress-Domain ändern möchtest oder eine Kopie Deiner Seite als Staging-Umgebung oder Spielwiese benötigst.

WordPress speichert, in meinen Augen völlig unnötig die absolute URL in der Datenbank und verhindert so den einfachen Umzug der Website auf eine andere Domain oder ein anderes Verzeichnis (je nachdem, was für WordPress dann eben sichtbar ist). Zwar kann die URL per Konfiguration umgebogen werden, aber dadurch ändern sich nicht die Pfade in der Datenbank.

Wenn Du schon mal einen Umzug gemacht hast, dann weißt Du, dass das Umbenennen der Pfade nicht einfach so möglich ist – speziell wenn ganze Objekte als Konfiguration in der Datenbank gespeichert sind. Bei einem einfachen Text wäre es möglich, dass man „Suchen und Ersetzen“ verwendet – allerdings wird in dem von mir beschrieben Fall auch die Zeichenlänge mit abgespeichert.

Kurzum wird es unmöglich, die Domain so von Hand zu ändern und es wird ein Plugin wie dieses nötig, damit die URL angepasst werden kann.

Das Plugin ist (gefühlt) eines der Plugins, die da wenig Wünsche offen lassen – solange es um den Domainwechsel (o. Ä.) Deiner Seite geht.

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Yoast Duplicate Post

Eine ebenfalls echte Arbeitserleichterung bietet dieses Plugin, welches Einträge (Posts, Pages, Custom Post Types) klont und im gewünschten Umfang wieder bereitstellt.

Dabei kann gewählt werden, für welche Typen (Posts, Pages, etc.) die Funktion bereitgestellt werden soll und welche Inhalte übernommen werden sollen, sogar ein Prefix oder Suffix für den Titel kann eigens vergeben werden.

Das Plugin ist super, wenn viele Seiten angelegt werden sollen, die weitestgehend gleich sind – oder – Du eine Kopie einer Seite erstellen willst, auf der Du testweise alles umstellst.

Was auch immer Du vor hast, das Plugin hilft Dir beim Klonen der Inhalte und erleichtert Dir die Arbeit enorm!

Vor Kurzem wurde das Plugin von Yoast übernommen, das ändert aber nichts am Funktionsumfang oder an der Qualität des Plugins (bzw. bleibt eben gleich gut).

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